Die Entstehung der staatlichen Lotterie

Die Entstehung der staatlichen Lotterie

Die Entstehung der staatlichen Lotterie

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Die Entstehung der staatlichen Lotterie 

Lotterien gab es schon im Mittelalter und waren damals schon Tradition in Mitteleuropa. Sie fanden auf Messen, Jahrmärkten und im Rahmen von Festen statt. Diese Lotterien waren die Vorgänger des heute klassischen Lotto 6aus49. Die früheren Lotterien dienten damals aber nicht nur dem Vergnügen, sondern auch einem guten Zweck. Der Erlös der ersten staatlichen deutschen Lotterie, die ab 1604 bis 1614 in Hamburg stattfand, kam einem "Zucht- und Arbeitshaus" zugute.  

Am 30. Juni 1955 gründeten die Länder Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern und Nordrhein-Westfalen das Lottounternehmen Deutscher Lottoblock. Später kamen nach und nach alle anderen Bundesländer hinzu. Seit der Vereinbarung des Vertrags kann jedes Land das Zahlenlotto eigenständig durchführen. Die Ziehung der Gewinnzahlen erfolgte jeden Samstag und wurde von den Lottoblock Partnern im Wechsel jeweils über fünf Wochen abgehalten. Hamburg durfte dann am 9. Oktober 1955 den Anfang machen. Zum ersten Mal rollten die Lotto-Kugeln „6aus49“ in einer großen Trommel aus Holz und Glas. Die erste Zahl, die von der Lottofee gezogen wurde, war die 13. Im September 1965 wurde die Lottoziehung zum ersten Mal im Fernsehen ausgestrahlt.  

Die Anfänge im 15. Jahrhundert 

Im 15. Jahrhundert war der Genuese Benedetto Gentile der Erste, der das Lottospiel „5 aus 90“ als reines Glücksspiel anbot. „5 aus 90“ entstand aus der Ratsmitgliederwahl. Die Namen der neunzig Mitglieder wurden jeweils auf einen Zettel geschrieben und dann wurden 5 dieser Zettel gezogen. Daraus entstand ein reger Wettbewerb und später entwickelte sich daraus das Lottospiel.  

Samuel Freiherr von Pufendorf, ein deutscher Naturrechtsphilosoph, Historiker sowie Natur- und Völkerrechtslehrer (1632–1694) definierte den Begriff „Lotto“ als ein Mittel, das die Erzielung eines Gewinnes verspricht, „indem jemand aus einem Gefäß, darinnen eine Anzahl beschriebener und unbeschriebener Zettel ist, für Geld einen oder mehrere Zettel herauszuziehen darf, und dasjenige, was auf dem Zettel beschrieben, für sich bekommt.“  

Das Wort Lotterie / Lotto 

In den Niederlanden trat das Wort für Glücksspiel „loterij“ erstmals im 16. Jahrhundert immer mehr in Gebrauch. Das niederländische Wort „lot“ zu Deutsch „Los“ ist wohl auf das althochdeutsche Wort „lóz“ - „durch Los zugewiesene Anteil an Land“ zurückzuführen. 

Das Wort Lotto leitet sich von dem italienischen Wort „lotto“ ab, was „Los“ bedeutet. 

Wer erfand die Lotterie? 

Das heutige Lotto (6aus49) wurde von Lothar Lammers und Peter Weiand erfunden. Sie wollten ein neues Glücksspiel für Deutschland erfinden, an dem Männer und Frauen ohne besondere Kenntnisse teilnehmen konnten. Als Nordrhein-Westfalen beschlossen hat, eine staatlich kontrollierte Lotterie einzuführen, tüftelten die beiden monatelang an einer Spielformel und erfanden schließlich „6aus49“. 

 

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